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- Im Bereich der Wirbelsäule haben wir mehr als 120 Muskeln.
- Die Wirbelsäule hat mehr als 100 Gelenke.
- Bis zu 1,5 Tonnen lasten auf unserer Wirbelsäule.

 - Die Bandscheiben wirken als Stoßdämpfer und werden durch Druck und Zug ernährt.
- Rückenschmerzen gehören zu den am häufigsten genannten Schmerzen in Deutschland.
- Die Stabilisierung der Wirbelsäule erfolgt primär muskulär und ligamentär.

Um die Komplexität der Wirbelsäule besser zu verstehen, tauchen wir in die Welt der Anatomie ein.

Wie ist die Wirbelsäule aufgebaut?

Wirbelsäule gesamt 

 

Die Wirbelsäule besteht aus 33-34 Wirbeln und 23 Zwischenwirbelscheiben, den sogenannten Bandscheiben, zwischen den 24 frei beweglichen Wirbeln.

Der Kopf sitzt auf dem ersten der sieben Halswirbel, der Atlas genannt wird. Der zweite Halswirbel (Axis) ist für die Kopfdrehung zuständig. 12 Wirbel bilden die Brustwirbelsäule (BWS), welche von der Seite betrachtet eine Kyphose aufweist. Das heißt, eine kleine Wölbung nach hinten ist natürlich - erst wenn die Vorbeugung in der BWS zu stark ausgeprägt ist, spricht man von einer Fehlhaltung. An der Brustwirbelsäule entspringen 12 Rippenpaare. Die oberen 10 davon setzen vorne am Schlüsselbein an und bilden den Brustkorb.

Die Lendenwirbelsäule (LWS) besteht aus 5 Wirbeln und weist eine Lordose auf, also eine Krümmung bauchwärts. Von einem Hohlkreuz spricht man erst, wenn die Lordose zu stark ausgeprägt ist.

Wirbelsäule gesamt bearbeitet

 

Im Anschluss an die LWS kommen das Kreuz- und Steißbein, deren Wirbel keilförmig und knöchern verwachsen sind und keine Bewegung zulassen.

Steißbein Kreuzbein nah

 

Jede Wirbelform unterscheidet sich je nach Position.

So sind die Wirbel in der Halswirbelsäule im Vergleich zu den anderen Wirbeln eher klein aber zart und dennoch stark genug, um das nicht zu unterschätzende Gewicht des Kopfes zu tragen! Da die Brustwirbelsäule den Brustkorb trägt, welcher auch für die Atmung eine wichtige spielt, müssen diese Wirbel besonders stark und stabil sein.

Am stabilsten sind die Wirbelkörper in der LWS, da sie das meiste Gewicht stützen müssen.

Alle Wirbel - ausgenommen Atlas und Axis – sind jedoch gleich aufgebaut. Sie bestehen aus einem Wirbelkörper, einem Wirbelbogen, zwei Querfortsätzen und einem Dornfortsatz.

Am Wirbelkörper, welcher eine runde bzw. ovale Form hat, befindet sich rückseitig der Wirbelbögen. Jeweils rechts und links eines jeden Wirbelbogens erstrecken sich Querfortsätze, welche als Ansatzpunkte für Bänder und Muskulatur der Wirbelsäule dienen. Sogenannte Dornfortsätze sitzen ebenfalls an den Wirbelbögen, jedoch rückwärtsgerichtet. Auch diese stellen Ansatzpunkte für Bänder und Muskulatur dar.

Die Wirbelbögen nehmen eine ganz entscheidende Rolle für unsere Bewegungen ein, denn sie bilden den Rückenmarkskanal!

Von der Schädelbasis läuft ein ca. ein Zentimeter dicker Nervenstrang, geschützt im Wirbelkanal entlang bis zur Lendenwirbelsäule. Auf dem Weg dorthin zweigen jeweils Nervenpaare ab, die die entsprechenden Segmente des Körpers versorgen.

Insgesamt sind es 31 Nervenpaare, welche sensible und motorische Signale empfangen und weitergeben.

Die Wirbelsäule hat eine Doppel S-Form, d.h. von der Seite betrachtet befindet sich in der Halswirbelsäule eine Krümmung nach ventral (bauchwärts), in der Brustwirbelsäule eine Krümmung nach posterior (hinten), in der Lendenwirbelsäule nach ventral. Das Steißbein steht am Ende leicht nach ventral. Diese Form dient der Pufferfunktion und sorgt für mehr Beweglichkeit. Für die nötige Stabilität sorgen die feine Muskulatur und Bänder rund um die Wirbelsäule.

Zwischen den Wirbelkörpern sitzen Bandscheiben.

Was sind Bandscheiben?

Die 23 Bandscheiben dienen der Dämpfung der Wirbelsäule und befinden sich zwischen den freien Wirbeln, außer zwischen Atlas und Axis. Jede Bandscheibe besteht aus einem Faserring und einem Kern in der Mitte.
Der Faserring besteht aus zwei Ringen, einem äußeren, der aus knorpligen und somit festem Gewebe besteht. Der innere Faserring ist weicher und flexibler, damit der Gallertkern bei Neigungen der Wirbelsäule ausweichen kann.
Dieser Kern ist aufgrund seines hohen Wassergehalts in der Lage, Stöße abzufedern.

Durch Druck verliert der sogenannte Gallertkern an Wasser, durch Zug nimmt er das Wasser wieder auf. Im Lauf des Tages verliert der Mensch auf Grund dessen an Größe, welche in der Nacht durch Entlastung wieder ausgeglichen wird. Die Bandscheiben werden also durch Druck und Zug genährt.

Ein ausgewogenes Verhältnis von Be- und Entlastung der Wirbelsäule ist sehr wichtig für eine langfristige Gesundheit.

Die häufigsten Störungen der Wirbelsäule

Bandscheibenprotrusion (Bandscheibenvorwölbung)
= Der Gallertkern durchdringt nach und nach die Faserknorpelringe, wobei die äußeren Schichten noch intakt bleiben. Die Bandscheibe wölbt sich wie der Name schon sagt, etwas vor. Eine Bandscheibenvorwölbung muss nicht unbedingt schmerzhaft sein, erst wenn sie einen Nerv irritiert.

Die Ursachen für eine Bandscheibenprotrusion können degenerative Prozesse, unzureichende Bewegung oder unphysiologische Belastungen sowie Fehlbelastungen sein.

Bandscheibenprolaps (Bandscheibenvorfall)
= Der Gallertkern durchbricht auch die äußersten Schichten der Faserknorpelringe und tritt aus. Ein Bandscheibenvorfall kann auch unentdeckt bleiben, erst wenn der Gallertkern einen angrenzenden Nerv reizt, können Beschwerden auftreten!
Durch das Austreten des Gallertkerns verliert die Bandscheibe einseitig an Höhe, wodurch der darüberliegende Wirbelkörper etwas absinkt oder gar direkt auf dem darunterliegenden Wirbel aufliegt, dies führt meist zusätzlich zu Arthrose.

Bandscheibenvorfall nah

Präventive Maßnahmen

Für eine langfristig gesunde Wirbelsäule sind ausreichend Schlaf zur Regeneration der Bandscheiben, Vermeidung von langem statischen Sitzen und regelmäßiges Rückentraining wichtig. Beim Training ist eine saubere Ausführung essentiell, selbst wer schon lange trainiert sollte regelmäßig Feedback von einem Therapeuten oder Trainer erhalten. Außerdem muss der Trainingsplan den individuellen Fortschritten und Befindlichkeiten angepasst werden.
Im Training oder Präventionskursen wird für den Alltag geübt, damit rückenfreundliches Tragen und Heben von schwerden Gegenständen automatisch geschieht.
Ein gutes Körperbewusstsein kann im Training geschult werden, welches ebenfalls für den Alltag hilfreich ist. So können Signale rechtzeitig erkannt werden, um zu reagieren.

Wenn Sie bereits unter Rückenschmerzen leiden, vereinbaren Sie einen Termin in unserer Heilpraxis.

Constanze Lex

Constanze ist seit 1 Jahr Trainerin im MediFit. Derzeit macht sie ihren Master in Gesundheitsmanagement und Prävention. Sie verbringt ihre Freizeit am liebsten draußen in der Natur beim Laufen, Berggehen, Schwimmen oder Biken. Constanze lebt ihren Beruf als Bewegungsexpertin und hat immer die richtige Übung parat, ganz gleich für welches Leistungsniveau oder nach Verletzungen.

Monika Meranda

Monika ist seit 5 Jahren Trainerin im MediFit. Sie hat ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht. Seit ihrer Kindheit ist Monika in vielen Sportarten aktiv. Das Thema Sprunggelenk ist für sie derzeit sehr präsent, da sie sich beim Berglauf ein Außenband gerissen hat und dafür selbst viele Übungen machen musste. Monika ist davon überzeugt, wer regelmäßig Mobility und Stabi-Übugen in seinen Trainingsplan integriert, kann Verletzungen beim Outdoorsport oder Mannschaftssport minimieren.